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100 Jahre voller Leben – Elisabeth Lind blickt mit Freude zurück

Seit vier Jahren im DRK-Seniorenzentrum Bischofsheim zuhause

Einen ganz besonderen Tag erlebte kürzlich Elisabeth Lind, Bewohnerin des DRK-Seniorenzentrums Kleeblatt in Bischofsheim. Seit rund vier Jahren lebt die rüstige Jubilarin in der Maintaler Einrichtung des DRK-Kreisverbandes Hanau – nun durfte sie ihren 100. Geburtstag feiern. Im familiären Rahmen wurde sie an ihrem Ehrentag herzlich gefeiert: Ihre Tochter Ursula Lind mit Ehemann Valentin sowie ihr Sohn Michael mit Lebensgefährtin Simone kamen zu Besuch, ebenso Bürgermeisterin Monika Böttcher, die Frau Lind mit Blumen und Glückwünschen bedachte.

Geboren wurde Elisabeth Lind, geborene Bibo, im Frankfurter Nordend – genauer gesagt in der Lenaustraße, direkt am Uhrtürmchen. Gemeinsam mit ihrem älteren Bruder Karl wuchs sie dort auf, die Eltern betrieben eine Metzgerei. Nach dem Hauptschulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung zur Fotolaborantin in einem Frankfurter Optik- und Fotogeschäft – Schlesicky-Ströhlein. Die Arbeit im dunklen Labor war nicht immer einfach, doch Elisabeth Lind fand ihren Ausgleich im Rudersport: Nach Feierabend zog es sie oft ans Wasser, wo sie aktiv im Frankfurter Ruderverein war. Die frische Luft und der weite Blick waren für sie der perfekte Kontrast zum Chemikaliengeruch und der Dunkelheit im Labor.

Nach dem Krieg – das Elternhaus war ausgebombt – zog es sie nach Bad Schwalbach, wo sie ein Haushaltsjahr in der Pension ihrer Tante absolvierte. Bereits am 17. Juni 1944 hatte sie Manfred Lind geheiratet, mit dem sie drei Kinder bekam: Manfred, Ursula und Michael. Heute gehören auch elf Enkel und Urenkel zur Familie. Das Leben von Frau Lind war von einigen Umzügen geprägt: Nach Bad Schwalbach ging auf den Frankfurter Berg, dann nach Bad Vilbel-Heilsberg und schließlich nach Neu-Isenburg, wo sie über 50 Jahre lebte, bis sie 2021 im DRK-Seniorenzentrum Bischofsheim ein neues Zuhause fand.

Lange Jahre war Elisabeth Lind als Hausfrau tätig und widmete sich ganz der Familie. Ab 1971 kehrte sie in den Beruf zurück und arbeitete als Verkäuferin in der Haushaltswarenabteilung von Hertie – zunächst in Neu-Isenburg, später nach der Schließung der Filiale in der großen Hertie-Filiale auf der Frankfurter Zeil, wo sie bis zu ihrem Renteneintritt 1990 tätig war. Auch nach dem Berufsleben war Elisabeth Lind stets aktiv. Reisen waren ihre große Leidenschaft – besonders oft zog es sie nach Spanien: Gran Canaria, Ibiza und Fuerteventura gehörten zu ihren Lieblingszielen. Aber auch Busreisen in den Schwarzwald oder Ausflüge in den Rheingau zählten zu ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen. In Frankfurt war sie regelmäßig auf Weinfesten unterwegs und feierte begeistert Fasching in Heddernheim. Mit viel Elan und Freude berichtet sie bis heute von diesen Erlebnissen – und man merkt sofort: Elisabeth Lind hat ihr Leben in vollen Zügen genossen.