Elfriede Gude feierte ihren 100.Geburtstag - Seit vier Jahren im DRK-Seniorenzentrum Bischofsheim
Einen ganz besonderen Tag erlebte kürzlich Elfriede Gude, Bewohnerin des DRK-Seniorenzentrums Kleeblatt in Bischofsheim. Seit rund vier Jahren lebt die rüstige Jubilarin in der Maintaler Einrichtung des DRK-Kreisverbandes Hanau – nun konnte sie ihren 100. Geburtstag feiern. Zur Feierstunde am Ehrentag kamen neben ihrer Nichte Inge Roßmann und Großnichte Tanja Manus auch Landrat Thorsten Stolz sowie Erster Stadtrat Karl-Heinz Kaiser, um Frau Gude mit Blumen und Geschenken zu beglückwünschen. Im kleinen Kreis wurde die Jubilarin gebührend gefeiert. Am darauffolgenden Wochenende fand ein großes Familienfest mit weiteren Verwandten bei Kaffee und Kuchen in der Senioreneinrichtung statt.
Elfriede Gude wurde am 15. Januar 1925 in Bischofsheim geboren, als zweite von vier Geschwistern. Ihr Bruder fiel in den letzten Kriegstagen, eine Erfahrung, die die Familie tief prägte. Nach ihrer Einschulung in Bischofsheim zog die Familie nach Schweinfurt, da ihr Vater eine Anstellung als Prokurist bei der Firma Fichtel und Sachs erhielt. Während des Krieges war sie zunächst im Arbeitsdienst tätig und später als Flakhelferin eingesetzt. Nach dem Kriegsende kehrte die Familie nach Bischofsheim zurück. 1947 heiratete Elfriede Gude und zog mit ihrem Mann nach Darmstadt. In der neuen Heimat baute sie sich ein eigenständiges Leben auf, obwohl sie keinen Schulabschluss hatte. Mit großem Ehrgeiz absolvierte sie Sekretärinnenkurse und arbeitete schließlich bis zur Rente als Sekretärin beim Atlas Verlag – eine Position, die sie mit Stolz erfüllte.
Elfriede Gude ist bis heute ein stark familienorientierter Mensch. Sie pflegte nicht nur ihre Mutter bis zu deren Lebensende, sondern hielt auch engen Kontakt zu ihrer Schwester und den Familien ihrer Nichten und Neffen. Besonders verbunden ist sie der Familie Roßmann. Zusammen mit ihrer älteren Schwester, die sie auf viele Reisen begleitete, erkundete sie die Welt und entwickelte eine große Leidenschaft für das Reisen. Neben ihrer Reiselust genoss sie das gesellige Leben. Sie besuchte gerne Feste, besonders das Heinerfest in Darmstadt und war regelmäßig in Wiesbaden, wo sie ein Wochenendwohnrecht in der Wohnung ihrer Schwester hatte. Kinder hatten stets einen besonderen Platz in ihrem Herzen, und sie verbrachte gerne Zeit mit den Kindern ihrer Familie bei gemeinsamen Ausflügen. Elfriede Gude führte ein bewegtes Leben. Bis zu ihrem 80. Lebensjahr war sie eine begeisterte Skifahrerin und selbst mit 96 Jahren meisterte sie ihren Alltag eigenständig in ihrer kleinen Wohnung in Darmstadt. Erst vor vier Jahren zog sie in das DRK-Seniorenzentrum Kleeblatt in Bischofsheim. Mit sieben Urgroßnichten, die regelmäßig den Kontakt zu ihr suchen, und einem großen Freundeskreis, der sie stets begleitete, bleibt sie bis heute ein geschätztes und aktives Mitglied ihrer Familie und ihres Umfelds und hat ihrem „Eigensinn“ (O-Ton Frau Gude), ihrer Eloquenz und ihrer warmherzigen Art die Herzen vieler Menschen gewonnen.